Internationales Jugend-Workcamp
vom 09. - 29.08.1998 in Grafenwöhr
 

Die Stadt Grafenwöhr ist dieses Jahr vom 9. bis 29. August Gastgeber für ein Internationales Jugendcamp. Erwartet werden 15 junge Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren aus 9 verschiedenen Ländern (Frankreich, Spanien, Türkei, Niederlande, Polen, Kanada, Marokko, Jugoslawien und Mexiko). Die Camp-Leitung wird von einem Ehepaar aus Algerien übernommen.

Die Camp-TeiInehmer arbeiten als Freiwillige für 3 Wochen an einem Natur- und Landschaftsschutzprojekt in der Creußen-talaue, im Rahmen des TUWOHL-Programmes. Das Projekt beinhaltet die Sicherung und den Erhalt von Lebensräumen für Amphibien, Libellen und seltenen Pflanzen. Die Anmeldegebühr und ihre Fahrtkosten müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst tragen. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und einen Teil der Freizeitgestaltung übernimmt IBG (Intemationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten) und die Stadt Grafenwöhr; zudem wird es über das TUWOHL-Programm gefördert.

IBG ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Stuttgart. Seit 1965 hat dieser Verein ca. 700 internationale Camps mit über 10 000 Teilnehmerinnen und TeiInehmem aus rund 30 verschiedenen Ländern der Welt durchgeführt. Die IBG-Camps finden in Deutschland und in der Schweiz statt.

Die Aufgabe des Vereins besteht in der ,,Förderung internationaler Gesinnung und Völkerverständigung. Dies geschieht durch die Veranstaltung von intemationalen Gemein-schaftsdiensten der Jugend im In- und Ausland“; Zitat aus der Satzung von IBG.

In enger Zusammenarbeit mit Projektträgern, wie Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Forst- und Naturschutzämtem, Jugend- und Kulturzentren, werden die internationalen Work-camps geplant und durchgeführt.

Im Rahmen des gemeinsamen Lebens und der Arbeit an gemeinnützigen Projekten läßt sich intemationale Verständigung vor Ort hervorragend verwirklichen. Junge Leute verbessern ihre Sprachkenntnisse, lernen Gastgemeinde und -land kennen, sammeln Erfahrungen über Sitten und Gebräuche anderer Länder und lernen als Gruppe miteinander zu leben, zu arbeiten und ihre Freizeit zu gestalten.

Auf internationaler Ebene arbeitet IBG mit Work-Camp-Organisatoren in West- und Osteuropa, Nordamerika, Nordafrika und Japan zusammen. IBG vermittelt deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Camps dieser Partnerorganisationen und diese entsenden wiederum ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer in IBG-Camps. So entsteht die bunte Vielfalt der Nationen in diesen Work-Camps.

Dachorganisation ist CCIVS (Coordination Committee for International Voluntary Service) eine Unterorganisation der UNESCO. CCIVS feiert dieses Jahr das 50jährige Bestehen. Weltweit werden 1998 ca. 600 Camps ausgerichtet; 26 Camps, davon 2 in Deutschland, erhielten das ,,Geburtstags-Label“, d.h. sie wurden für eine Dokumentation der internationalen Arbeit von CCIVS als besonders geeignet ausgesucht. Grafenwöhr ist einer der beiden Orte in Deutschland.

Die Stadt Grafenwöhr bittet ihre Bürger, dieses Workcamp zu unterstützen, damit ein positives Bild unserer Stadt weltweit (Länder siehe oben) verbreitet wird. Anregungen und Wünsche, die Freizeitgestaltung der Jugendlichen betreffend, nimmt Stadtbaumeister Röttenbacher, Tel. 09641/922020 (Dienst), oder 09641/3605 (privat) gerne entgegen. Dies betrifft insbesondere auch Jugendorganisationen, die Kontakte suchen.

In diesem Zusammenhang hat die Stadt noch eine Bitte: Es ist vorgesehen, daß die Jugendlichen mit dem Fahrrad zu den Arbeitseinsätzen fahren und auch mit dem Fahrrad die nähere Umgebung erkunden. Leider verfügt die Stadt derzeit nicht über genügend Fahrräder, die sie den Jugendlichen zur Verfügung stellen kann. Dieses Jugendcamp kann auch dadurch unterstützt werden, indem der Stadt für die Dauer des Camps ein Fahrrad zur Verfügung gestellt wird, das während dieser Zeit nicht unbedingt benötigt wird - es wäre eine große Hilfe.



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