Komma 21
Kommunale Agenda Grafenwöhr

Neue Agenda Arbeitskreise gegründet. Strom von der Sonne: die Kirche geht in Grafenwöhr bei Fotovoltaik mit gutem Beispiel voraus. Gemeinde Greußenheim: Heizungspreis für die Bürger entsprechend .-50 DM/ Liter Öl für 10 Jahre garantiert. Mehr Unabhängigkeit von den Ölscheichs durch Umstieg auf Sonnenenergie und nachwachsende Rohstoffe.

Die September- Sitzung des KommA21 Kreises diente der Vorbereitung für die erste Zusammenkunft des Agenda-Beirates im Oktober. Diesem Gremium gehören der Hauptverwaltungsausschuss des Stadtrates
(Bürgermeister Helmuth Wächter, Udo Greim, Herbert Hummel und die Stadträte Josef Geier, Gerald Morgenstern und Josef Neubauer) und 6 Mitglieder des Komma21 Kreises (Arbeitskreisleiter) an.

Im Fraktionszimmer des Rathauses konnte Agenda Sprecher Erich Hannak neben den engagierten Bürgern auch den Leiter des Ökologischen Handwerkerzentrums Nordbayern (ÖKOLOGIA), Hubert Hösl, den Vorsitzenden des Wirtschaftsvereins Pressath, Stadtrat Richard Stangl und als Protokollführer Stadtbaumeister Raimund Röttenbacher begrüßen.

Gründung von Arbeitskreisen und Wahl der Leiter.

Um die Arbeit im Sinne des Umweltgipfels von Rio 1992 voran zu bringen, wurden nun Arbeitskreise gegründet. Deren Leiter werden weitere Mitarbeiter suchen und sich mit den speziellen Themen befassen. In den monatlichen KommA21 Sitzungen werden die Planungen, Aktionen und Ergebnisse dann besprochen. Das ist eine Arbeitsweise, die sich in vielen Gremien, z.B. im Pfarrgemeinderat bestens bewährt hat. Folgende Arbeitskreise entstanden.

1. AK Jugend, Heribert Raß
2. AK Energie, Alfred Farmbauer
3. AK Wasser - Abwasser, Manfred Kra- tochwill
4. AK Wirtschaft, Georg Specht
5. AK Öffentlichkeitsarbeit, Kontakte Erich Hannak Städtedreieck
6. Als 6. Mitglied für den Agenda Beirat wurde Dieter Hammer gewählt. (derzeit noch ohne AK)
Nach der „Präambel von Rio 92“ soll im Agenda Prozess „Ökologie, Ökonomie und Soziale Gerechtigkeit“ im Zusammenhang beachtet und verfolgt werden. Nur so ist Nachhaltigkeit erreichbar. Zwecks Gründung eines AK „Soziales“ soll mit den Kirchengemeinden und dem Roten Kreuz Kontakt aufgenommen werden.

Fotovoltaik- Anlage auf dem Pfarrhof

Ein weiteres Thema war die Stromgewinnung durch Fotovoltaik. Demnächst wird eine solche Anlage auf dem katholischen Pfarrhof angebracht. Diplom Ingenieur Alfred Farmbauer gab dazu einen kurzen Bericht. Anfang Oktober werde die Installation mit einer Fläche von knapp 50 qm erfolgen. Die 73 560.- DM teure Anlage werde zu 50% (reine Gerätekosten), bei Erfüllung bestimmter Kriterien zu 70% bezuschusst. Die 111 Module bringen eine jährliche Energieausbeute von 5000 kWh. Erich Hannak betonte, es sei wichtig, dass hier Kirchen und unsere Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. Damit könne echte Überzeugungsarbeit für die Bürger geleistet werden.

Hubert Hösl von ÖKOLOGIA Altenstadt verwies in diesem Zusammenhang auf das vorbildliche Anschauungsprojekt in und an der Volksschule Hirschau. Hösl zeigt sich begeistert vom Engagement des Initiators H. Brühschwein, Pädagoge an der dortigen Schule.

Statt teuren Diesel Rapsöl tanken?

Hubert Hösl sprach sodann die erste Rapsöl Tankstelle in Altenstadt an. Rapsöl werde dort zum Literpreis von 1.10 DM verkauft. Die steigenden Ölpreise würden die Umstellung immer interessanter machen. Hösl betonte, dass Rapsöl nicht dasselbe wie Biodiesel sei. Letzterer sei chemisch (durch Veresterung mit Methanol) verändertes Rapsöl. Auch Möglichkeiten Dieselmotoren umzurüsten, damit sie mit Rapsöl laufen, und das Mischen von Diesel mit Rapsöl „auf eigenes Risiko“ wurden besprochen. Das Tanken mit Rapsöl breite sich wie ein „Lauffeuer“ aus, berichtete Hösl.

KommA21 auch in Pressath?

Optimistisch zeigte sich Richard Stangl, dass es nun auch in Pressath voran geht. Ein von ihm schon vor Monaten bei der Stadt eingereichter Antrag werde in der Stadtratssitzung am 14. September beraten. Bei einem Vorgespräch sei Bürgermeister Anton Gareis aufgeschlossen gewesen. Stangl wünschte, dass nunmehr auch die Stadt Pressath aktiv werde. Er nützte die Gelegenheit, um auf die im September 2001 stattfindende PEGA hinzuweisen. Es wäre wichtig, wenn sich KommA21 mit einem Stand beteilige und dieses Forum zur Darstellung nütze.

Ökologia- Vertreter Hubert Hösl betonte seine Bereitschaft, beratend in den Arbeitskreisen „Energie“ und „Wasser- Abwasser“ mitzuwirken. Was die Gestaltung einer KommA21 Seite auf der Homepage der Stadt betrifft, so mußte dieser Punkt zurückgestellt werden, da die Fachleute -wohl wegen Urlaubs -fehlten.

Ende des billigen Öls, Kampf um die Ressourcen.

Erich Hannak verwies darauf, wie schnell sich bewahrheitet habe, was der KommA21 Kreis im Juni gesagt habe „Vor dem Ende des Öls kommt das Ende des billigen Öls und Möglicherweise der Kampf um die letzten Ressourcen!“

 

 

 


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