Rückbau einer Kleingartenanlage und
Internationales Jugendcamp wird gefördert

Die Kleingartenkolonie zwischen der Creußen und der Bahnlinie zum Lagerbahnhof (gegenüber TuS/DJK-Sportplatz) soll in eine naturnahe Talaue zurückgeführt werden.

Dieses städtische Grundstück wird seit Kriegsende als Kleingartenanlage genutzt und ist durch Einbauten im südlichen Teilbereich, Zäune, Hecken u.a. wesentlich beeinträchtigt. Die vorhandenen Pachtverträge wurden zwischenzeitlich aufgelöst und beim letzten „Tag der Umwelt“ wurden bereits Gartenlauben entfernt, Zäune abgebaut und Fichtenhecken entfernt.

Jetzt steht noch das Entfernen von Gebäuderesten, Zaunpfosten, Sträuchern und Stauden sowie älteren Bäumen an. Danach findet eine Grobplanie in Verbindung mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden statt. Es soll ein Altwasserarm und ein kleiner Tümpel angelegt werden.

Ziel ist es, einen Teilbereich am Gewässerrand der natürlichen Resukzession zu überlassen. Dieses Projekt verursacht Gesamtkosten in Höhe von 21.000,00 DM; zuwendungsfähig anerkannt wurden 16.775,00 DM, der Zuschuß beträgt 11.745,00 DM = 70 %.

„Internationales Jugendcamp“

Nachdem sich die Stadt in diesem Jahr für die Durchführung eines „Internationalen Jugendcamps“ beworben hat und die Entscheidung für Grafenwöhr auch getroffen wurde, konnten die Jugendlichen unter der Führung von Campleiter Barek und Stadtbaumeister Röttenbacher die Arbeiten in der Creußenaue zwischen Grafenwöhr und Gmünd aufnehmen.

Es sollen durch Einbauten, z.B. Einbringen und Verankern von Fichten- oder Kiefernstämmen im Bachlauf Stillwasserbereiche geschaffen werden. Beim Gratelweiher ist das Entbuschen und Entfernen von nicht standortgerechtem Kiefernaufwuchs vorgesehen. Die Wurzelstöcke sollen Unterschlupfmöglichkeiten für Reptilien, Lurche usw. bieten. Laubgehölze sollen erhalten bleiben.

Die Gräben und Altwasser in der Creußenaue werden von Hand geräumt. Es müssen außerdem Bäume und Büsche entfernt werden. Da es sich um eine wertvolle Vegetation und Tierbestand handelt, muß hier besonders Rücksicht genommen werden. Eine spezielle Grabengestaltung ist insbesondere im Bereich der Grundstücke des Wasserwirtschaftsamtes möglich.

Die Jugendlichen sind vom 09.08. - 29.08.1998 in Grafenwöhr. Erfreulich ist, daß dieses Camp mit 12.050,00 DM bei 17.250,00 DM zuwendungsfähigen Kosten von der Naturparkförderung unterstützt wird.

Eine wirklich sinnvolle Einrichtung, die sich besonders dem Naturschutz und den Belangen der Natur verschrieben hat.




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